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MSCI World ex USA: Index, ETF und Vergleich zum MSCI World

Marvin Tobias Weber Fischer • 2026-05-26 • Gepruft von Daniel Becker

Wer sein Depot breiter aufstellen möchte, stellt sich irgendwann die Frage: Muss es immer die USA sein? Der MSCI World ex USA Index bietet eine konsequente Antwort – er bildet rund 900 Unternehmen aus 22 entwickelten Märkten ab, aber ohne ein einziges US-Papier – was das für Rendite, Risiko und die ETF-Wahl bedeutet, zeigt dieser Vergleich.

Anzahl der Länder: 22 entwickelte Märkte (ohne USA) ·
US-Exposition: 0 % ·
Typische Anzahl Titel: ca. 900 Unternehmen ·
Bekannte ETFs: iShares MSCI World ex USA (XUSE), Xtrackers MSCI World ex USA (EXUS) ·
Indexanbieter: MSCI Inc.

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Zukünftige relative Performance gegenüber dem S&P 500 bleibt offen.
  • Ob und wann China in den Index aufgenommen wird, ist noch nicht entschieden (Brokervergleich.de – Vergleichsportal).
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • ETFs auf den Index wachsen weiter. Anleger sollten Kosten und Replikationsmethode vergleichen (Quelle: justETF).

Die wichtigsten Kennzahlen des MSCI World ex USA Index in kompakter Form:

Merkmal Wert
Indexname MSCI World ex USA Index
Anzahl Komponenten ca. 900
ISIN des Index GB00B63HQS81 (nicht handelbar)
Währung USD
Replikationsmethode üblicher ETFs Physisch (vollständig oder optimiert)

Was ist der MSCI World ex USA Index?

Definition und Abgrenzung

Der MSCI World ex USA Index umfasst Large- und Mid-Cap-Unternehmen aus 22 entwickelten Märkten – aber ohne die USA. Das bedeutet: Wer in diesen Index investiert, setzt ausschließlich auf Unternehmen aus Ländern wie Japan, Großbritannien, Kanada, Frankreich und Deutschland (Brokervergleich.de – Vergleichsportal). Der Index wird von MSCI Inc. berechnet und dient als Basis für mehrere ETFs in Europa.

Aufbau und Ländergewichtung

Die größten Länder nach Gewichtung sind Japan, Großbritannien, Kanada, Frankreich und Deutschland (justETF – ETF-Vergleichsplattform). Insgesamt enthält der Index rund 900 Titel. Die Branchenverteilung ist breit gestreut und ähnelt der des klassischen MSCI World, nur ohne die US-Technologieschwergewichte.

Warum das wichtig ist

Der MSCI World ex USA eliminiert das US-Klumpenrisiko – aber auch die Chance auf die Überrenditen des größten Aktienmarkts der Welt. Für Anleger, die bereits stark in US-Titel investiert sind, ist er ein echter Diversifikationsbaustein.

Der Index ist somit die reinste Form der internationalen Diversifikation ohne USA – mit allen Chancen und Risiken, die das mit sich bringt.

Was ist der Unterschied zwischen dem MSCI World und dem MSCI World ex USA?

Ländergewichtung im Vergleich

Der entscheidende Unterschied liegt im US-Anteil: Während der MSCI World zu rund 65 % aus US-Aktien besteht, ist der ex USA bei null. Das hat direkte Auswirkungen auf Rendite und Risiko.

Fünf Unterschiede, eine Tabelle:

Merkmal MSCI World MSCI World ex USA
US-Anteil ca. 65 % 0 %
Anzahl Länder 23 entwickelte Märkte 22 entwickelte Märkte
Größtes Land USA (ca. 65 %) Japan (ca. 20 %)
Historische Rendite (seit 31.05.1994 annualisiert) 8,28 % 5,81 %
Kosten eines repräsentativen ETFs (TER) ab 0,20 % (iShares Core MSCI World) ab 0,15 % (Xtrackers ex USA)

Die historischen Renditen stammen von Biallo – Verbraucherportal, die Kostenangaben von etf.at – ETF-Ratgeber und Brokervergleich.de.

Auswirkungen auf Rendite und Risiko

Der MSCI World ex USA lieferte seit 1994 eine annualisierte Rendite von 5,81 %, der MSCI World kam auf 8,28 % (Biallo – Verbraucherportal). Doch die Kehrseite: In Monaten wie März 2025, als der MSCI World um 4,40 % fiel, verlor der ex USA nur 0,47 % (Biallo – Verbraucherportal). Der Index dämpft US-Kurseinbrüche – aber auf Kosten des langfristigen Ertrags.

Der Kompromiss

Niedrigere Renditechancen gegen geringeres Klumpenrisiko: Der MSCI World ex USA ist kein Renditewunder, aber ein Stabilitätsanker, wenn die US-Märkte schwächeln.

Das Muster ist eindeutig: Der Verzicht auf US-Aktien senkt die Renditechancen, aber auch die Kursschwankungen.

Was ist der beste All-World ex USA ETF?

iShares MSCI World ex USA UCITS ETF (XUSE)

Der iShares ETF (XUSE) hat eine TER von 0,45 % und ein Fondsvolumen von über 3 Milliarden Euro. Er repliziert den Index physisch vollständig (etf.at – ETF-Ratgeber). Damit ist er der größte ETF auf den Index, aber auch der teuerste.

Xtrackers MSCI World ex USA UCITS ETF (EXUS)

Der Xtrackers ETF (EXUS) kostet nur 0,20 % TER, bei einem Volumen von rund 1,5 Milliarden Euro. Er setzt auf eine physisch optimierte Replikation (etf.at – ETF-Ratgeber). Das macht ihn zur kostengünstigsten Wahl unter den großen Anbietern.

Amundi MSCI World Ex USA UCITS ETF

Auch Amundi bietet einen ETF auf den Index. Die genauen Kosten und das Volumen variieren; ein Blick auf justETF – ETF-Vergleichsplattform zeigt die aktuellen Konditionen.

Vorteile der ex-USA-ETFs

  • Keine Abhängigkeit von der US-Wirtschaft
  • Breitere geografische Streuung
  • Günstige Kosten (TER ab 0,15 %)

Nachteile

  • Historisch niedrigere Rendite als MSCI World
  • Weniger bekannte Anbieter
  • Geringeres Fondsvolumen bei manchen ETFs
Fazit: Der Xtrackers EXUS ist die kosteneffizienteste Lösung. Für Anleger, die Wert auf physische Vollreplikation legen, bietet iShares XUSE die größte Sicherheit. Amundi ist eine Alternative, die man auf justETF prüfen sollte.

Ist der MSCI World besser als der S&P 500?

Renditevergleich Historie

Der S&P 500 hat in der Vergangenheit höhere Renditen erzielt, aber auch eine extreme Konzentration auf wenige US-Titel. Der MSCI World hingegen streut global und reduziert das Länderrisiko (justETF – ETF-Vergleichsplattform). Wer auf einen reinen US-Index setzt, tauscht Diversifikation gegen Rendite.

Risikodiversifikation

Der MSCI World ex USA bietet die breiteste Streuung außerhalb der USA – 22 Länder, kein US-Klumpen. Das reduziert das Risiko, wenn die US-Wirtschaft schwächelt (Brokervergleich.de – Vergleichsportal).

Eignung für verschiedene Anlagestrategien

Für langfristige Anleger, die ein reines Weltportfolio ohne USA aufbauen wollen, ist der MSCI World ex USA der passende Kernindex. Kombiniert mit einem US-Index wie dem S&P 500 lässt sich die US-Quote individuell steuern.

Das Paradoxon

Der Index mit der besten Diversifikation bietet oft die niedrigste Rendite. Das ist kein Fehler, sondern die Logik der Risikostreuung: Wer weniger Klumpenrisiko eingeht, verzichtet auf die Überrenditen einzelner Märkte.

Die Wahl zwischen diesen Indizes hängt letztlich davon ab, ob Anleger bereit sind, auf US-Renditechancen zu verzichten, um ihr Risiko zu streuen.

Welche Länder sind im MSCI World ex USA enthalten?

Top-Länder nach Gewichtung

Die größten Länder im Index sind Japan, Großbritannien, Kanada, Frankreich und Deutschland (justETF – ETF-Vergleichsplattform). Zusammen machen sie etwa zwei Drittel des Index aus. Der restliche Anteil verteilt sich auf weitere 17 entwickelte Märkte.

Branchenverteilung

Die Sektoren sind breit gestreut: Industrie, Gesundheitswesen, Finanzen und Technologie haben nennenswerte Anteile. Anders als im MSCI World fehlt die hohe Konzentration auf US-Technologiekonzerne.

Bestätigte Fakten

  • Der Index enthält keine US-Unternehmen (Brokervergleich.de – Vergleichsportal).
  • 22 entwickelte Märkte sind enthalten (justETF – ETF-Vergleichsplattform).
  • iShares, Xtrackers und Amundi bieten ETFs an (etf.at – ETF-Ratgeber).

Was unklar ist

  • Zukünftige relative Performance gegenüber S&P 500.
  • Ob und wann China in den Index aufgenommen wird (Brokervergleich.de – Vergleichsportal).
  • Ob der Index langfristig eine bessere risikoadjustierte Rendite bietet.

Die geografische und sektorale Breite macht den Index zu einem echten Welt-Portfolio – nur ohne den dominanten US-Einfluss.

Zitate und Stimmen

„Der MSCI World ex USA Index bietet Anlegern Zugang zu Unternehmen aus 22 entwickelten Märkten außerhalb der USA.“

– MSCI Inc. (Indexanbieter)

„Unsere Vergleichstabelle zeigt die Wertentwicklung aller ETFs auf den MSCI World ex USA auf einen Blick.“

– justETF Redaktion (ETF-Vergleichsplattform)

„Ein kostengünstiger, breit gestreuter Index-ETF ist die beste Wahl für die meisten Anleger.“

– Warren Buffett (Aktionärsbrief, 2014)

Die Zitate zeigen: Auch Experten sehen den MSCI World ex USA als sinnvolles Werkzeug zur Risikostreuung.

Fazit für europäische Anleger

Der MSCI World ex USA ist kein Renditebringer – aber ein verlässlicher Diversifikator. Europäische Anleger, die eine Übergewichtung der USA in ihrem Depot ausgleichen wollen, finden hier eine klare Alternative. Die Wahl zwischen iShares, Xtrackers und Amundi hängt von Kosten und Replikationsmethode ab. Für Anleger in Deutschland ist die Entscheidung klar: Wer möglichst günstig breit streuen will, greift zum Xtrackers EXUS. Wer auf vollständige physische Abbildung setzt, nimmt den iShares XUSE. Die entscheidende Frage bleibt: Will ich auf die Renditechancen der USA verzichten, um weniger abhängig zu sein – das müssen Anleger für sich selbst beantworten.

Wer die Performance des MSCI World ex USA mit dem breiteren Markt vergleichen möchte, findet im MSCI World ETF Kurs eine detaillierte Übersicht über Rendite und Chartverläufe.

Häufig gestellte Fragen

Warum den MSCI World ex USA statt dem MSCI World nehmen?

Der ex USA streut ausschließlich außerhalb der USA – ideal, wenn Sie Ihr Klumpenrisiko reduzieren möchten. Der normale MSCI World enthält rund 65 % US-Aktien.

Welche Kosten haben ETFs auf den MSCI World ex USA?

Die TER liegt zwischen 0,15 % (Xtrackers EXUS) und 0,45 % (iShares XUSE). Die Kosten sind also sehr wettbewerbsfähig.

Ist der MSCI World ex USA steuerlich anders zu behandeln?

Nein, die steuerliche Behandlung ist identisch mit anderen Aktien-ETFs. Es gibt keine Sonderregelung, nur weil der Index keine USA enthält.

Kann ich den MSCI World ex USA mit dem FTSE All-World ex US vergleichen?

Ja, beide Indizes bilden entwickelte Märkte ohne USA ab. Der FTSE All-World ex US enthält zusätzlich Schwellenländer. Ein direkter Vergleich ist möglich, aber nicht eins zu eins.

Welche Rolle spielt der MSCI World ex USA in einem Weltportfolio?

Er eignet sich als Kernbaustein, wenn Sie die US-Quote selbst bestimmen wollen. Kombinieren Sie ihn mit einem US-Index wie dem S&P 500, um Ihr gewünschtes Verhältnis zu erreichen.



Marvin Tobias Weber Fischer

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