Der Dacia Spring lockt mit einem Einstiegspreis von 16.900 Euro – doch das günstigste Elektroauto auf dem deutschen Markt wird bald Geschichte sein. Wir verraten, was Sie zu Preis, Reichweite und den Schwächen des Stadtautos wissen müssen.

Startpreis: ab 16.900 € ·
Reichweite (WLTP): 225–230 km ·
Batteriekapazität: 26,8 kWh ·
Leistung: 45 PS

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Nachfolger noch nicht bekannt (InsideEVs)
  • Alternativen: Citroën ë-C3, Renault Twingo Electric, Fiat 500e (AutoScout24)

Die wichtigsten technischen Daten des Dacia Spring auf einen Blick:

Eigenschaft Wert
Startpreis 16.900 €
Reichweite (WLTP) 230 km
Batteriekapazität 26,8 kWh
Ladeleistung (DC) 30 kW
Sitzplätze 4
Kofferraumvolumen 308 Liter

Warum wird Dacia Spring nicht mehr gebaut?

Der Dacia Spring war lange die preiswerteste Möglichkeit, elektrisch zu fahren. Doch im Laufe des Jahres 2025 wurde bekannt, dass die Produktion ausläuft. Offizielle Angaben von Dacia nennen keine genauen Gründe, aber Insider vermuten, dass die strengeren CO₂-Flottengrenzwerte und die geringen Margen des Kleinwagens eine Rolle spielen. Der ADAC (Automobilclub mit Marktbeobachtung) berichtet, dass der Spring in der aktuellen Form nicht mehr den Anforderungen an moderne Assistenzsysteme entspricht. Zudem ist derzeit kein direkter Nachfolger angekündigt – Dacia setzt stattdessen auf das neue Modell Bigster, das aber eine andere Klasse bedient.

Das Muster: Der günstigste Einstieg wird nicht mehr angeboten, während die Konkurrenz nachzieht. Für Sparfüchse heißt das: Wer jetzt noch einen Spring bestellt, sollte sich beeilen – solange die Restbestände reichen.

Die Krux

Der Spring war nie ein Renditebringer. Bei einem Listenpreis von 16.900 € bleibt nach Händlerrabatt, Produktion und Logistik kaum Marge – und das bei steigenden Rohstoffkosten. Dacia priorisiert profitablere Modelle.

Wie viel kostet der Dacia Spring aktuell?

Der offizielle Einstiegspreis auf der deutschen Dacia-Seite liegt bei 16.900 € für die Basisversion. AutoScout24 (große Gebrauchtwagenbörse) listet die Variante Electric 45 mit 45 PS bereits ab 18.700 €, je nach Ausstattung bis 19.700 €. Der Grund: Viele Händler haben die Preise angezogen, da die Nachfrage das Angebot übersteigt.

Welche Förderungen gibt es für den Dacia Spring?

Der Umweltbonus für reine Elektroautos wurde zum 1. September 2023 auf private Käufer beschränkt und die Fördersätze gesenkt. Aktuell (2025) beträgt die maximale Förderung noch 3.000 € für Fahrzeuge mit Nettolistenpreis unter 40.000 €. Der Spring liegt mit 16.900 € deutlich darunter, sodass Käufer den vollen Bonus erhalten – vorausgesetzt, die Fördermittel sind noch nicht ausgeschöpft. Carwow (Auto-Vergleichsportal) weist darauf hin, dass der Spring damit effektiv für rund 13.900 € zu haben wäre – ein Preis, den kein anderer Hersteller bietet.

Wichtig: Der Bonus wird nur auf Antrag gewährt und das Budget des Bundes ist begrenzt. Wer sichergehen will, sollte den Antrag vor der Bestellung stellen.

Welche Schwächen hat der Dacia Spring?

Der Spring spart dort, wo es weh tut – das wissen auch die Tester. CHIP (deutsches Technik- und Testportal) nennt als größte Kritikpunkte die lange Ladezeit, den mangelnden Fahrkomfort und die schwache Leistung. Der ADAC ergänzt, dass die Fahrsicherheit durch das Fehlen von ESP (zumindest bei früheren Versionen) und die geringe Reichweite im Winter leidet.

Wie sicher ist der Dacia Spring?

Der Dacia Spring erhielt im Euro-NCAP-Crashtest lediglich einen Stern – eine der schlechtesten Bewertungen unter aktuellen Neuwagen. Der ADAC kritisiert vor allem das Fehlen von Assistenzsystemen wie Spurhalteassistent und automatischer Notbremse in der Basisversion. Nach dem Facelift 2024 wurde zumindest ESP serienmäßig, aber die passive Sicherheit bleibt auf niedrigem Niveau. Für Kurzstrecken in der Stadt mag das akzeptabel sein, wer jedoch regelmäßig auf Landstraßen unterwegs ist, sollte zu einem sichereren Modell greifen.

Wie hoch ist die Ladezeit des Dacia Spring?

An der Haushaltssteckdose (AC, 2,3 kW) dauert eine Vollladung über 12 Stunden. Mit einer Wallbox (11 kW) sinkt die Zeit auf etwa 4,5 Stunden. An einer Gleichstrom-Schnellladesäule (DC, max. 30 kW) sind 80 % in rund 40 Minuten erreicht. Carwow sieht darin eine der größten Einschränkungen für Vielfahrer. Für reine Stadtbewohner, die über Nacht laden, ist die AC-Ladung aber noch verschmerzbar.

Worauf achten

Wer den Spring als Zweitwagen für die Stadt nutzt, kann mit der Ladezeit leben. Wer aber öfter mal die Autobahn braucht, wird an der langsamen DC-Ladung und der geringen Reichweite verzweifeln.

Wie weit kommt der Dacia Spring wirklich?

Die offizielle WLTP-Kombireichweite gibt Dacia mit 225 km an. Im Stadtverkehr sind laut Dacia sogar 341 km nach WLTP-Stadtzyklus möglich. Die Praxis sieht anders aus: CHIP maß für den Spring Electric 65 (65 PS, neueres Facelift) 206 km in der Stadt, 184 km auf Landstraßen und 138 km auf der Autobahn. Der ADAC ermittelte bei gemischter Fahrweise 185 km (vor dem Facelift). Im Winter sinkt die Reichweite deutlich – auf rund 120–130 km, je nach Heizungsnutzung.

Welche Versionen des Dacia Spring gibt es?

Der Spring war in mehreren Ausführungen erhältlich: Electric 45 (45 PS, 24,3 kWh Batterie) und Electric 65 (65 PS, 26,8 kWh Batterie). AutoScout24 führt auch eine Extreme-Ausstattungslinie mit besserer Serienausstattung. Nach dem Facelift 2024 wurde der Electric 65 stärker beworben, die Basisversion blieb aber im Programm. Im Jahr 2026 wird der Spring offenbar nur noch als „Spring 100″ mit 100 PS und höherem Preis angeboten – InsideEVs testete diese Version ab 18.700 €.

Wie lange dauert das Laden?

Bereits unter der vorherigen Frage behandelt, hier noch einmal als kompakte Aufstellung: AC-Laden (2,3 kW): >12 Stunden; AC (11 kW): ~4,5 Stunden; DC (30 kW, 0–80 %): ~40 Minuten. CHIP bemängelt, dass die Ladeleistung selbst bei der 65-PS-Version auf 30 kW begrenzt bleibt – ein Wert, den die Konkurrenz längst hinter sich gelassen hat.

Welches Auto ist vergleichbar mit dem Dacia Spring?

Der Spring war in seiner Preisklasse lange konkurrenzlos. Doch inzwischen gibt es Alternativen, die ähnlich günstig, aber oft besser ausgestattet sind. Der direkte Vergleich zeigt die Unterschiede:

Modell Preis (ca.) Leistung Reichweite (WLTP) Batterie
Dacia Spring Electric 45 16.900 € 45 PS 225 km 26,8 kWh
Citroën ë-C3 (2026) ab 22.300 € 113 PS 320 km 44 kWh
Renault Twingo Electric ab 22.150 € 82 PS 190 km 22 kWh
Fiat 500e ab 24.900 € 95 PS 190 km 24 kWh

Quellen: Herstellerangaben sowie AutoScout24, Carwow.

Das Kalkül: Wer aufs Geld schaut und hauptsächlich in der Stadt unterwegs ist, den lockt der Spring weiterhin. Wer aber gelegentlich auf die Autobahn muss oder mehr Komfort wünscht, sollte für den Aufpreis von etwa 5.000 € zur Konkurrenz greifen. Die Implikation: Der Spring ist ein reines Stadtauto – wer mehr will, muss tiefer in die Tasche greifen.

Was ist derzeit das billigste Elektroauto?

Stand 2025 bleibt der Dacia Spring mit 16.900 € das günstigste in Deutschland erhältliche Elektroauto – zumindest solange die Restbestände reichen. Carwow bestätigt, dass kein anderes Modell unter 20.000 € liegt. Der nächstgünstige Stromer ist der Citroën ë-C3 ab 22.300 €, gefolgt vom Renault Twingo Electric (ab 22.150 €). Nach dem Produktionsstopp des Spring dürfte die Lücke im unteren Preissegment erst einmal klaffen.

Wie heißt der Nachfolger von Dacia Spring?

Bislang hat Dacia keinen direkten Nachfolger für den Spring angekündigt. Gerüchten zufolge arbeitet der Hersteller an einem neuen Kleinstwagen auf der CMF-A-Plattform, der ebenfalls vollelektrisch sein soll – aber ob das Modell „Spring 2″ heißen wird, ist offen. InsideEVs spekuliert, dass der Spring 100 (mit 100 PS und 18.700 €) die Lücke füllen soll, doch das wäre ein Nachfolger in derselben Baureihe, kein komplett neues Modell. Fakt ist: Der Name „Spring” bleibt erhalten, die Produktion des bisherigen Modells läuft aber aus.

Bestätigte Fakten vs. Unklarheiten

Die Datenlage ist gemischt: Einiges ist durch Hersteller und Prüfstellen belegt, anderes bleibt vage.

Bestätigte Fakten

  • Preis ab 16.900 € (Dacia Deutschland)
  • WLTP-Kombireichweite 225 km (Dacia Deutschland)
  • Leistung 45 PS (Electric 45) (ADAC)
  • Batteriekapazität 26,8 kWh (Electric 65) (CHIP)
  • DC-Ladeleistung max. 30 kW (AutoScout24)

Was unklar ist

  • Genauer Grund für den Produktionsstopp (keine offizielle Stellungnahme)
  • Offizielles Enddatum der Produktion
  • Konkreter Nachfolger bzw. dessen Preis
  • Verfügbarkeit von Ersatzteilen nach Produktionsende

Stimmen aus Tests und Presse

„Der Dacia Spring ist günstig, aber mit Nachteilen bei Ladezeit und Fahrkomfort.”

– CHIP (deutsches Technikportal)

„Der kleine Akku macht den Spring nicht langstreckentauglich. Abstriche bei Fahrsicherheit und Innenraumqualität sind deutlich spürbar.”

– ADAC (Automobilclub)

„Reichweite und geringe Ladeleistung sind die größten Schwächen des Dacia Spring.”

– Carwow (Auto-Vergleichsportal)

Fazit: Ist der Dacia Spring sein Geld wert?

Der Dacia Spring war und ist ein Phänomen: ein Elektroauto für 16.900 €, das in der Stadt erstaunlich alltagstauglich ist. Doch die eingeschränkte Sicherheit, die lange Ladezeit und die dürftige Reichweite im Winter machen ihn nur für eine bestimmte Käufergruppe interessant. Solange die Restbestände reichen, bleibt er die günstigste E-Mobilität – aber der Preis dafür sind Kompromisse, die viele Vielfahrer nicht eingehen sollten. Für den reinen Stadtpendler, der über Nacht lädt und selten auf die Autobahn muss, ist der Spring jedoch eine rationale Wahl. Für alle anderen gilt: Die Alternativen von Citroën, Renault oder Fiat sind den Aufpreis von rund 5.000 € wert – allein schon wegen der besseren Sicherheit und höheren Reichweite.

Fazit: Der Dacia Spring ist kein Elektroauto für jedermann, sondern ein Nischenprodukt für den urbanen Kurzstreckenverkehr. Käufer, die nur in der Stadt unterwegs sind und ein begrenztes Budget haben, sollten zugreifen, solange verfügbar. Käufer mit höheren Ansprüchen an Sicherheit und Reichweite müssen zu den teureren Alternativen greifen.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Dacia Spring alltagstauglich?

Ja, aber nur im Stadtverkehr. Für Fahrten unter 50 km am Tag und mit der Möglichkeit, über Nacht zu laden, ist der Spring durchaus alltagstauglich. Für längere Strecken oder Autobahnfahrten ist er nicht geeignet.

Wie zuverlässig ist der Dacia Spring?

Die Zuverlässigkeit wird von den meisten Besitzern als ausreichend beschrieben. Typische Schwachstellen sind die Elektronik und die Verarbeitungsqualität im Innenraum. Der ADAC berichtet von wenigen Pannenfällen.

Wie hoch sind die Unterhaltskosten des Dacia Spring?

Dank niedrigem Stromverbrauch (ca. 13–15 kWh/100 km) und günstiger Versicherungseinstufung sind die Unterhaltskosten sehr niedrig. Die Kfz-Steuer entfällt für reine E-Autos bis Ende 2025.

Welche Farben gibt es für den Dacia Spring?

Dacia bietet den Spring in Farben wie Arktis-Weiß, Schiefer-Blau, Mondstein-Grau und (gegen Aufpreis) Komfort-Rot an. Die Lackierung ist unlackiert (keine Metallicoptionen im Basismodell).

Kann man den Dacia Spring zu Hause laden?

Ja, er kann an jeder Haushaltssteckdose (Schuko) geladen werden. Eine Wallbox mit 11 kW verkürzt die Ladezeit auf etwa 4,5 Stunden. Ein Typ-2-Kabel gehört zum Lieferumfang.

Wie lange ist die Garantie auf den Dacia Spring?

Dacia gewährt eine Herstellergarantie von 3 Jahren oder 100.000 km (je nachdem, was zuerst eintritt). Die Batteriegarantie beträgt 8 Jahre oder 160.000 km bei mindestens 70 % Kapazität.

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